Gestaltungsmöglichkeiten der Oberfläche

Schleifen, strahlen und prägen - der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt

Geprägter Asphalt

Die Oberflächen des Farbasphaltes können – neben der farblichen oder naturfarbenen Absplittung einer Splittmastixasphalt-Bauweise oder dem Abreiben mit feinem Sand für einen Gussasphalt – nach dem Einbau auch geschliffen oder gestrahlt werden. Durch diese Verfahren werden die Spitzen der Gesteinskörnung an der Oberfläche freigelegt bzw. angeschliffen und das Erscheinungsbild der Oberfläche harmonisiert. Der oberflächlich anhaftende Bindemittelfilm wird dabei sofort entfernt, wozu die reine Nutzung der Deckschicht durch die Verkehrsbeanspruchung eine geraume Zeit benötigen würde.

Eine weitere Möglichkeit der Individualisierung stellt das Prägen dar. Eine Prägung der Farbasphaltdeckschicht ist nur während des Einbaus nach Verdichtung im noch warmen Zustand der Deckschicht möglich.

Schleifen

Die zusätzliche Bearbeitung mit Diamantschleifern führt zur Beseitigung des Bindemittels an der Oberfläche und zur direkten Freilegung der Farbe der verwendeten Gesteinskörnung. Des Weiteren reduziert sich die Rauigkeit der Oberfläche deutlich. Hierzu werden ca. zwei Millimeter der Oberfläche in mehreren Schleifgängen abgetragen. Dieses Verfahren kann auch nach Jahren der Nutzung zur Revitalisierung (Auffrischung) der Oberfläche wiederholt werden und eignet sich ideal zur Beseitigung von Verunreinigungen wie Fahrspuren oder Kaugummiflecken – der Eindruck einer frisch eingebauten Fläche ist das Ergebnis.

Der Anschliff verbessert die Anfangsgriffigkeit von Außenbelägen. In Innenbereichen können alle Griffigkeiten (DIN 51130: Prüfung von Bodenbelägen) von R9 bis R13 erreicht werden. Mit der Freilegung der Gesteinskornberflächen lassen sich bei Verwendung unterschiedlicher Gesteinskörnungen und Farbpigmente viele attraktive Farben und Farbkombinationen gestalterisch erreichen.

Strahlen

Durch das Strahlen der Farbasphalte lassen sich spezielle Oberflächeneigenschaften erzielen und beispielsweise eine Waschbetonoptik in fugenloser Bauweise imitiert werden. Hierfür werden farblich passende Kies-Gesteinskörnungen verwendet. Das Strahlen führt zu einer hohen Grobrauigkeit und damit zu einer gezielten oberflächlichen Ausmagerung. Anders als das Schleifen lässt es sich jedoch nicht problemlos mehrmalig wiederholen.

Prägen

Beim Prägeverfahren werden Metallschablonen auf den frisch eingebauten und verdichteten Asphalt gelegt und mittels Rüttelplatten in die Oberfläche eingedrückt. So kann zum Beispiel die Optik von Betonsteinpflaster imitiert werden. Es ist aber auch möglich beliebige andere Formen, wie Wappen, Symbole usw. mit eigens angefertigten Schablonen prägen und trotzdem eine Fugenlose Oberfläche zu haben.